6 Jahre Reallohnverluste
Auf dem Papier haben die Beschäftigten kräftige Gehaltserhöhungen erhalten.
Im Schnitt legten die tariflichen Monatsverdienste um 2,8 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt heute mit.
Da bei einigen Tarifabschlüssen zugleich eine längere Wochenarbeitszeit vereinbart wurde, fiel das Plus bei den Stundenlöhnen mit 2,7 Prozent etwas schwächer aus.
Gleichzeitig legt die Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent zu.
Allerdings profitierten aufgrund von Kurzarbeit, der Kürzung von Sonderzahlungen, aber auch der vorübergehenden Aussetzung von Tarifsteigerungen durch Öffnungsklauseln nicht alle in vollem Umfang von den vereinbarten Tariferhöhungen.
Danach sanken nach Berecchnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) die tatsächlich gezahlten Entgelte unter dem Strich um 0,4 Prozent.
Rechnet man den Kaufkraftverlust hinzu beträgt der Reallohnverlust 0,8 Prozent.
Schlusslicht war wie in den vergangenen Jahren das Gastgewerbe mit einem Tarifplus von 1,3 Prozent.
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