Das Jahr des Dollar

6. März 2010 von thomas
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Wird 2010 das Jahr des Dollar ?

Die Optimisten unter den Volkswirten sind sich einig “2010 wird ein super Jahr“.

Die Devisenprofis sind sich einig , dass der Dollar zum Jahresende, trotz aller Unsicherheiten, sehr gut dastehen wird.
Denn während im letzten Jahr noch die Regel galt: Geht es aufwärts mit der Weltwirtschaft, stärkt das den Euro, bei anders gearteten Nachrichten gingen die Anleger lieber in den Dollar.


Doch das wird sich dieses Jahr ändern.
Der Dollar wird weiterhin profitieren, unerheblich ist dabei wie sich die Weltkonjunktur entwickeln wird.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine sich stabilisierende Konjunktur zuerst in Amerika greift.
Das heißt wird die Weltwirtschaft wirklich booomen werden wir den Aufschwung zunächst in Amerika sehen, was zu steigenden Zinsen und einem stärkeren Dollar führen wird.
Ist das Gegenteil der Fall, kehrt die Unsicherheit an die Märkte zurück, werden die Anleger in den Dollar flüchten.
Neben diesen globalen Daten kommen noch die Sorgen um die Suedeuropäischen Eurostaaten hinzu.
Griechenland, Spanien, Portugal und Italien vermelden explodierende Haushaltsdefizite und weiter steigende Arbeitslosigkeit.

Gleichzeitig halten viele Devisenexperten den den Euro seit langem als überwertet.
Die Volkswirte der DekaBank nennen als fairen Wert für den Euro eine Marke von 1,25 Dollar.

Nicht übersehen solle man dabei, dass der Euro nicht erst seit Jahresbeginn auf Talfahrt ist.
euro-dollarIn den letzten drei Monaten hat der Euro gegen den US-Dollar bereits über 8 Prozent an Wert verloren.
Eine Größenordnung die für den Devisenmarkt schon beachtlich ist.

Die Hedgefonds wollen auch verdienen

Auf diesen Zug sind natürlich auch die Hedgefonds aufgesprungen und drücken den Euro zusätzlich.
Die Politiker haben in den Hedgefonds die Schuldigen der “Eurokrise” und die Schwäche der europäischen Staatsanleihen ausgemacht, doch eigentlich haben die Hedgefonds bisher nur auf das richtige Pferd gesetzt, wie die aktuellen Informationen zeigen.

Macht China mit ?

Auch oder besonders China wird mitentscheiden wie die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten weiter verläuft.
Die chineschische Peoples-Bank bzw. das Regime in China verbieten einen freien Handel mit dem Yuan und haben so die Wechselkurse fest im Griff.
Ein küstlich billiger Yuan bringt den Chinesen Vorteile in de Exportwirtschaft und führt zu einem starken ansteigen der Währungsreserven.
Laut Schätzungen betragen die Währungsreserven der Zentralbank mindesten 1,6 Billionen Dollar.

Der Trend scheint klar

Kommt die Wirtschaft in Schwung wird es den Dollar beflügeln.
Fällt die Weltwirtschaft zurück in die  Rezession, dann werden die Anleger den Dollar suchen, da er als “sicherer Hafen” gilt.
Denn es gibt keinen anderen Währungsraum der so liquide ist wie der des US-Dollar.
Das ist der Grund warum Devisenhändler und Finanzmanager in der Krise auf diesen Markt gehen, sie können sicher sein, dass sie ihre Papiere jederzeit verkaufen können.

Wenn allles so klar ist, gibt es nur eine Antwort: Wer Geld verdienen will muss rein in den Dollar.

Aber die Vergangenheit hat auch gezeigt, wenn der Optimismus am größten ist wird es Zeit für den Ausstieg.

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