Mit dem Austritt Griechenlands muss gerechnet werden

20. Januar 2015 · archiviert in: wirtschaft 

„Mit dem Austritt Griechenlands muss gerechnet werden“ ist ein Satz der leider sehr aktuell ist.

Allerdings wurde diese Aussage nicht vor kurzem getroffen sondern ich habe sie in einem Artikel von 2011 gefunden.
In dem Artikel geht es um die Prognose zur Zukunft des Euro des Chefvolkswirts der Deutsche-Bank, Thomas Mayer.

Immer mal schoen diese alten Prognosen zu lesen um zu sehen wie sich Prognose und tatsächliche Entwicklungen unterscheiden.

Nach der Prognose von Mayer sollt die Zukunft des Euro in Italien entschieden werden.

„Zu Beginn nächsten Jahres (das war dann das Jahr 2012) werde Italien in eine tiefe Rezession stürzen. “Wenn es dem Land gelingt, da vor den Wahlen im Mai 2013 wieder herauszukommen, dann kann Italien ein Vorbild für alle südeuropäischen Staaten werden.
Ansonsten wird die Eurozone auseinanderbrechen.“

Noch ist die Eurozone nicht auseinander gebrochen obwohl weitere Probleme auftauchten, die 2011 auch die Deutsche Bank noch nicht im Blick hatte.

Dann kam die Prognose zu Griechenland:

Auch mit dem Austritt eines Landes aus der Eurozone muss man mittlerweile rechnen.
Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft ist nicht mehr tabu.
Es besteht das Risiko, dass dort nach den 2012 geplanten Neuwahlen eine Regierung kommt, die entweder nicht willens oder nicht fähig sein wird, den Sparkurs weiterzutragen.
Wenn die Hilfsprogramme eingestellt werden, müssen die Griechen eigenes Geld drucken, um ihre Rechungen zu bezahlen.

Noch ist Griechenland in der Eurozone, doch kann man obige Sätze fast eins zu eins auf das Jahr 2014 übertragen.
Wieder stehen in Griechenland Neuwahlen an. Die Chance, dass diesmal eine Partei an die Macht kommt, die von dem bisherigen Sparkurs abweichen will, ist deutlich höher als damals.

Über Deutschland wird gesagt:

Deutschland dürfte nach Ansicht des Ökonomen dagegen relativ glimpflich davonkommen und von einem großen Abschwung im kommenden Jahr verschont bleiben.

Hier hat der Volkswirt recht behalten.

Wann kommt die Inflation ?

Die Inflation wird kommen. Abgetragen werden können die Schuldenberge der Staaten nach Einschätzung des Ökonomen letztendlich wohl nur über einen Anstieg der Preise.

Das kann sich noch als richtig erweisen, was nicht ist kann ja noch werden.

Wie entwickeln sich die Zinsen?

EZB wird die Zinsen weiter senken
Im kommenden Jahr werde sich der Preisanstieg wegen der Abkühlung der Wirtschaft zwar erst einmal abschwächen und die EZB werde die Zinsen noch bis auf ein halbes Prozent senken.

Da hat er richtig gelegen, der Herr Chefvolkswirt.
Die Zinsen sind deutlich gesunken, deutlich tiefer als erwartet.
Zinsen von einenm halben Prozent für sichere kurzfristige Einlagen, davon können die Anleger nur Träumen.
Die EZB hat die Zinsen praktisch auf Null gesenkt.
Das die EZB vermutlich in Kürze anfangen wird Staatsanleihen aufzukaufen, hat wohl auch Herr Thomas Mayer nicht erwartet.

Immerhin so einige Aussagen über die Zukunft des Euro haben gestimmt.

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DAX über 10300 Punkten

19. Januar 2015 · archiviert in: trading 

Es wird Zeit mal wieder einen Blick auf das deutsche Aktienbarometer den DAX zu werfen.

Lange Zeit hat sich der DAX in einer relativ engen Range bewegt. In Jahr 2014 hat sich der deutsche Aktienindex gerade mal 2,6 Prozent nach oben entwickelt, für einen Performace-Index keine besonders gute Entwicklung.
Das Jahr 2015 beginnt dafür mit einen ordentlichen Paukenschlag.
Nachdem einige Trader in der 1. Woche auf dem falschen Fuß erwischt wurden, viele erwarten in den ersten Tagen des Jahres steigende Kurse, scheint es zur Monatsmitte genau anders herum zu laufen.

Der DAX nahm langsam Anlauf endlich wieder fünfstellig zu werden, viele Trader rechneten zwar mit einem Wiedersehen der Marke von 10.000 Punkten, doch zumeist gingen sie davon aus, dass der DAX auch diesmal wieder nach unten abprallt.

Am Freitag bekamen die Bullen dann aber reichlich Unterstützung von der Schweizer Nationalbank.
Die Schweitzer gaben ihren Kampf gegen einen schwachen Euro auf, nachdem sie ihn lange auf der Marke von 1,2o Franken für 1 Euro festgezurrt hatten. Kurzfristig verlor der Euro gegenüber dem Franken knapp vierzig Prozent und pendelte sich dann bei minus 20 Prozent ein.
Dies gab besoder den deutschen Exportwerten ordentlich Schwung, der Dax beendete die Sitzung bei 10167 Punkten.
Ein Plus von 135 Punkten, das auch einem Anstieg von 1,35 Prozent entspricht.
Nachbörslich ging es aber weiter kräftig nach oben, die Citi-Indikation für den DAX zeigte zwischenzeitlich 10310 Punkte für den DAX an. Um 22 Uhr schloss er bei 10275 Punkten.

dax chart 2015
Bei diesem Anstieg wurden die meisten Shortys aus dem Weg geräumt.
Eigentlich eine gute Gelegenheit über den Kauf eines Puts nachzudenken. Doch der DAX befindet sich jetzt in einer relativ widerstandsfreien Zone, das kann dazu führen, dass es nur zu kleineren Rücksetzern kommt bevor der DAX weiter steigt.

Der kurzfristige Daytrader kann es, sofern der DAX etwas Scwäche zeigt, durchaus auf der Verkäuferseite interessant sein, alle anderen sollten bei entsprechenden Rücksetzern den DAX eher kaufen.

Der heutige Montag kann durchaus interessant werden, ich bin gespannt auf welcher Seite sich eine interessante Einstiegsmöglichkeit ergibt.

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Korrektur oder Crashmodus

1. August 2014 · archiviert in: trading 

Der Dax ist seit Tagen eindeutig auf Tauchstation.

Zur Zeit bewegen wir uns um die 9325 Punkte, damit haben wir gegenüber dem Hoch schon mal 700 Punkte abgegeben.
Jetzt stellt sich die Frage, ob die Investoren bei den billigern Kursen wieder einsteigen, oder ob wir ähnlich dem Sommer 2011 ein Crashszenario sehen.
2011 hat der DAX immerhin von der Spitze 2000 Punkte verloren, das waren knapp 25 Prozent, davon sind wir zur Zeit noch weit entfernt.
Gründe für die Kursrückgänge gibt es zu hauf.
– Oops, während ich hier tippe kracht es weiter nach unten – DAX unter 9300.
Die charttechnisch kräftigen Wiederstände hat der DAX schon längst durchbrochen, die 200-Tage-Linie schaut er sich bereits auch von unten an.
– Oops, DAX bei 9275.

Was sind die Gründe ?

Wirtschaftsanktionen gegen Russland ! Steigende Zinsen in Amerika ?
Argentinien mal wieder Pleite ?
Krieg in Israel, Syrien, Irak und der Ukraine.

Da ist schon ordentlich Potenzial für fallende Kurse vorhanden.
Als Anleger würde ich heute auch nicht in das berühmte fallende Messer greifen.
Für den kurzfristig orienteierten Daytrader ergeben sich an solchen Tagen aber durchaus auch Chancen auf gute Gewinne.
Die Reaktion auf den Kursrutsch wird kommen.

– Ooops DAX bei 9240

Ja die Gegenraktion wird kommen, doch wenn man es schafft zu einem guten Zeitpunkt einzusteigen, ist es wichtig nicht zu giereig zu werden.
Nach Tagen wie diesen ist zuviel Porzelan zerschlagen, manch Einer wird froh sein wenn er bei der Gegenreaktion noch mit einem blauen Auge davon kommt.
Für den Daytrader dürften auch die heutigen Zahlen aus Amerika wichtig sein. Viele neue Jobs werden die Zinserhöhungsspekulationen anheizen und zu weiter nachgebenden Kursen führen.
Andersrum kann es durchaus sein, dass die Ami-Anleger sich nicht kirre machen lassen und dann ist es gut wenn man den Finger auf dem „Kauf-Knopf“ hat.

Zunächst sollte man sich das Kursdebakel aber einfach mal von der Seitenlinie anschauen.
– Oooops Dax bei 9216

Jetzt juckt es doch langsam in den Fingern, ich werde mal eine kleine Position als Versuchsballon aufbauen.

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Wird Pinterest der nächste große Tech-Börsengang?

22. Mai 2014 · archiviert in: trading 

Die Börsenhistorie der großen Social-Media-Plattformen sieht nicht gerade rosig aus.

Sowohl Facebook als auch Twitter legten beim Start auf dem Börsenparkett einen abenteuerlichen Tanz hin, und obwohl sich die Kurse langfristig gesehen stabilisiert haben, mussten beide in den letzten Wochen so wie viele andere Unternehmen aus dem Tech-Sektor deutlich Federn lassen.
Dennoch sind führende Venture-Capitalisten immer noch brandheiß hinter dem sozialen Netzwerk Pinterest her:
Aktuell sammelten die Jungunternehmer rund 200 Millionen US Dollar Kapital ein, womit der Image-Sharing-Dienst mit einer Bewertung von fünf Milliarden Dollar inzwischen als das teuerste Start-up der Welt gilt.

Der Name Pinterest ist ein Kofferwort, dass sich aus den englischen Begriffen pin für „anheften“ und interest für „Interesse“ zusammensetzt. Derzeit verfügt Pinterest weltweit über 70 Millionen aktive Nutzer, die auf ihrem Profil eine Art virtuelle Pinnwand erstellen und sich so mit anderen Usern über gemeinsame Hobbies, Interessen und Einkaufstipps austauschen (zum Vergleich: Facebook hatte im März 2014 etwa 1,28 Milliarden Nutzer und Twitter etwa 200 Millionen). Vergleichsweise früh hat das Pinterest-Team in Palo Alto, Kalifornien damit begonnen, große Summen in die Entwicklung der Plattform für mobile Endgeräte zu investieren, sodass die Smartphone-App zeitweise sogar mehr Funktionen bot als die Desktop-Website.

Die Gründe hinter Facebooks Bauchlandung nach dem Floating schrieben viele Marktbeobachter dem mangelnden Monetarisierungskonzept des Konzerns zu.
Das Netzwerk, so wurde argumentiert, verfügte zwar über eine gewaltige Anzahl User, doch über die finanzielle Nutzung dieses bereitwillig zur Verfügung gestellten Datenpools hatte man sich der Meinung vieler Analysten nach zu wenig Gedanken gemacht, und so erhielt das Papier schnell den Stempel „hoffnungslos überbewertet“. Doch Facebooks CEO Mark Zuckerberg, der „berühmteste Kapuzenpulliträger der Welt“ hat seine Hausaufgaben gemacht. Im Jahr nach dem Börsengang arbeitete Facebook verstärkt an der Verbesserung der Werbeschaltung, steigerte seine Einnahmen und schaffte es so, die Aktie aus der Abwärtsspirale zu retten und den Kurs innerhalb eines Jahres um 70 Prozent des Ausgabepreises zu steigern.
Twitter hingegen hat noch nicht einmal bewiesen, dass es überhaupt Geld verdienen oder auch nur haushalten kann. Im ersten Quartal 2014 lag der operative Verlust bei sagenhaften 132 Millionen Dollar, und das Werbegeschäft läuft allgemein sehr zaghaft. Im Kurs der Aktie machte sich dies bemerkbar, als am Dienstag die Haltefrist für das Papier auslief und Insider und frühe Investoren ihre Titel auf den Markt warfen, was den Kurs an einem einzigen Handelstag um 18 Prozent abstürzen ließ.
Es stellt sich damit die (berechtigte) Frage, was die Pinterest-Köpfe anders machen, das die Investoren bislang noch nicht schreiend das Weite gesucht haben. Die Zukunftsvision der Kalifornier ist nicht weniger ehrgeizig als bei Facebook und Co:
Gar mit Google will man in kommenden Jahren konkurrieren. Doch während konservative Anleger solchen Ambitionen bei Facebook nach wie vor mit Skepsis begegnen, hat Pinterest immerhin bereits ein Kriterium erfüllt: Es hat gezeigt, dass es in der Lage ist, Profite zu erwirtschaften. Wirklich Umsatz gemacht hat das Unternehmen zwar noch nicht, doch das stark visuelle Konzept der Plattform scheint Nutzer anzuziehen, die deutlich mehr in Kauflaune sind als zum Beispiel Facebook-User.
Laut des Online-Marketing-Portals Allfacebook.com schließen bei Pinterest 69% der User, die auf eine bezahlte Anzeige klicken, auch einen Kauf ab oder ziehen es zumindest stark in Betracht, während dies bei Facebook gerade einmal 40% sind. Der Hauptgrund dafür ist wohl der sehr direkte Weg zwischen Anzeigen, Kaufinteresse und Kauf, welcher insbesondere für mittelständische E-Commerce-Anbieter ein hohes Umsatzpotenzial bietet.
Dass das Konzept funktioniert, haben auch andere bemerkt: Erst kürzlich änderte die beliebte Marktplatzwebsite für Selbstgemachtes Etsy.com das Layout der Homepage so um, dass es einem Pinterest-Board gleicht. Und vor nicht allzu langer Zeit verkaufte Pinterest auch seine ersten Anzeigen, unter anderem an das angesagte Sportlabel Lululemon und die US-Modekette Gap Inc.

Mit dem frischen Kapital will Pinterest seine globale Expansion voranbringen. Außerhalb Kaliforniens unterhält das Start-up derzeit Niederlassungen in Frankreich, Großbritannien und Japan, hat aber bereits die Absicht geäußert, weitere Büros in den wichtigsten Märkten zu gründen. Zudem besteht der Plan, mit dem Geld eine „Kriegskasse“ für den Erwerb weiterer Start-ups zu füllen, die ins Konzept von Pinterest passen. Ein Börsengang würde weiteres Kapital für diese Pläne erlösen und Erfolgspotenzial ist sicherlich vorhanden; um jedoch ähnlich dramatische Kursabstürze und den Eindruck der Überbewertung wie bei Facebook und Twitter zu vermeiden, sollte man in Palo Alto mit dem Brief nach New York noch abwarten, bis die ehrgeizigen Pläne auch tatsächlich schwarze Zahlen schreiben.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der Handel mit Aktien-CFDs beinhaltet ein hohes Risiko und kann u.U. zum Totalverlust Ihrer Einlagen führen, wofür IG keine Haftung übernehmen kann. Bitte stellen Sie darum sicher, dass Sie alle mit dem CFD Handel verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

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