Riesterrente 2014

Auch in diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche Änderungen bei der Riesterrente ergeben.
Folgende Punkte sind sicher für Riestersparer Interessant:

Begrenzung der Wechselkosten

Die garantierte Möglichkeit des Anbieterwechsels in der Riesterrente wird verbessert. Die Wechselkosten beim alten Anbieter werden auf maximal 150 Euro begrenzt. Zudem darf der neue Anbieter die Vertriebs- und Abschlusskosten nur aus maximal 50% des übertragenen Kapitals berechnen.

Erwerbsminderungsschutz

Beiträge zur Erwerbsminderungsrente, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenabsicherung werden für die Beitragsgarantie maximal zu 20 % (vorher 15%) des Gesamtbeitrags nicht berücksichtigt.

Wohnriester oder Eigenheimrente

Verwendungsmöglichkeiten:

Zusätzlich zur Anschaffung von selbstgenutztem Wohneigentum, die Entschuldung von selbstgenutztem Wohneigentum, Dauerwohnrechts und dem Erwerb von Pflichtanteilen an einer Genossenschaft für die Selbstnutzung einer Wohnung dürfen zertifizierte Riesterverträge künftig in der Ansparphase auch für den barrierefreien Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum eingesetzt werden. Der Entnahmebetrag für den barrierefreien Umbau muss mindestens 6.000,00 Euro betragen und innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung der Immobilie erfolgen oder mindestens 20.000 Euro betragen, wenn die Entnahme später erfolgt. Zusätzlich sind entsprechende detaillierte Nachweise bzgl. der Mittelverwendung zur Genehmigung der Auszahlung an die ZfA zu erbringen.

 

Entnahmemöglichkeiten zur Finanzierung:

Es kann gefördertes Altersvorsorgevermögen aus zertifizierten Altersvorsorgeverträgen unmittelbar zur Finanzierung selbstgenutzter Immobilien in Höhe von mindestens 3.000 EUR förderunschädlich aus einem Riester-Vertrag entnommen werden. Handelt es sich um eine Teilentnahme, ist diese nur steuerneutral möglich, wenn zusätzlich mindestens 3.000 EUR als gefördertes Restkapital im Vertrag verbleiben (§ 92a Abs. 1 EStG n.F.). Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt hierfür ist der Tag des Entnahme-Bescheides der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (§ 92a Abs. 1 Satz 7 EStG n.F.). Unschädlich ist dann, wenn im tatsächlichen Entnahmezeitpunkt das geförderte Restkapital niedriger ist.

 

Entnahmemöglichkeiten zur Entschuldung:

Es kann gefördertes Altersvorsorgevermögen aus zertifizierten Altersvorsorgeverträgen jederzeit bis zum Beginn der Auszahlphase zur Entschuldung bestehender Darlehen eigengenutzter Immobilien in Höhe von mindestens 3.000 EUR förderunschädlich aus einem Riester-Vertrag entnommen werden. Dabei ist der Zeitpunkt der Darlehensaufnahme nicht mehr relevant. Es muss zum Zeitpunkt der Entschuldung die Eigennutzung nachgewiesen und beibehalten werden. Handelt es sich um eine Teilentnahme, ist diese nur steuerneutral möglich, wenn zusätzlich mindestens 3.000 EUR als gefördertes Restkapital im Vertrag verbleiben (§ 92a Abs. 1 EStG n.F.). Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt hierfür ist der Tag des Entnahme-Bescheides der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (§ 92a Abs. 1 Satz 7 EStG n.F.). Unschädlich ist dann, wenn im tatsächlichen Entnahmezeitpunkt das geförderte Restkapital niedriger ist.

Entnahmen sind durch den Vertragsinhaber bis spätestens 10 Monate vor Auszahlungsbeginn des Altersvorsorgevertrages bei der zentralen Zulagenstelle anzumelden und der Nachweis der Verwendung der zentralen Zulagenstelle zu erbringen.

 Reinvestition:

Der Reinvestitionszeitraum für den Umzug von einer geförderten eigengenutzten Immobilie in eine neue eigengenutzte Immobilie wurde auf zwei Jahre vor bis fünf Jahre nach Ablauf des Veranlagungszeitraums, in dem die Wohnung/Haus letztmalig genutzt wurde, erweitert. Bei Aufgabe der Eigennutzung und Reinvestition des im Wohnförderkonto verbliebenen Betrages in einen geförderten Altersvorsorgevertrag verbleibt weiterhin die Frist von einem Jahr.

Besteuerung:

Bei der Auflösung des Wohnförderkontos zum Rentenbeginn muss sich der Steuerpflichtige nicht mehr zu Beginn entscheiden, ob er die bis zum 85. Lebensjahr ratierliche oder die einmalige Besteuerung (Steuerermäßigung von 30%) wählt. Die Möglichkeit der vorgezogenen Besteuerung mit Steuerermäßigung wird auf die gesamte Auszahlungsphase ausgedehnt.

Wohnförderkonto:

Das Wohnförderkonto wird zukünftig nicht mehr vom Anbieter geführt, sondern bei der zentralen Zulagenstelle in Berlin. Die Kontostandsmitteilungen und Veränderungen werden zentral an die Anbieter weitergeleitet.