Kostenlose Bargeldabhebung wird teuer
Die Barabhebungen ihrer Kunden wird die Allianz Bank teuer zu stehen kommen.
Wie das Manager-Magazin in seiner Freitagausgabe berichtet wird die neue Allianz Bank dem Mutterkonzern einiges Geld kosten.
Die Allianz Bank bietet ihren Kunden kostenlose Bargeldabhebungen an allen Geldautomaten der “Cash Group”.
Zur Cach Group gehören zum Beispiel die Deutsche Bank und die Commerzbank.
Die Allianz Bank selbst ist jedoch kein Mitglied dieses Bankenbündnisses und muss den Cash-Group-Instituten deshalb “marktübliche” Gebühren erstatten.
Nach Schätzungen des Magazins liegen die Kosten im Bereich von über 20 Millionen Euro.
Auch die erhoffte Zahl von Kunden konnten trotz intensiver Werbung nicht angeworben werden.
Statt geplanten 1 Million neuer Kunden kann die Allianz Bank bisher nur 350.000 neue Kontoinhaber vorweisen.
Bankenpleiten erhöhen sich weiter.
Die Finanzkrise ist noch nicht zu Ende, auch wenn die Aktienmärkte einen Aufschwung signalisieren.
Die US-Bankenaufsicht schloss am Freitag weitere fünf Banken.
Mit der Community Bank of Nevada, der Union Bank, der National Association, der Colonial Bank, und der Community Bank of Arizona erhöht sich die Zahl der Bankenpleiten in diesen Jahr auf 77.
Mit der Colonial Bank aus Montgomery in Alabama ist am Freitag die größte US-Bank in diesem Jahr Pleite gegangen.
Die meisten Vermögenswerte werden von dem Rivale BB&T übernommen, durch die Übernahme der Colonial Bank steigt BB&T zur achtgrößten US-Bank auf.
Die Colonial Bank hatte eine Bilanzsumme von 25 Mrd. $ und 346 Filialen in fünf US-Bundesstaaten.
Ihr Zusammenbruch zeigt, dass trotz der augenscheinlichen Erholung einiger Großbanken im amerikanischen Bankensystem noch vieles im Argen liegt.
Branchenexperten warnen, dass in den kommenden Jahren bis zu 1000 US-Banken aufgeben könnten.
Banking 2.0
“Sie sind die Bank” mit diesem Spruch bewirbt die Fidor AG ihr neues Finanzprodukt.
Das Fidor Community Banking – Gemeinsam mehr Geld verdienen, gemeinsam gestalten und besitzen.
So soll das Bankwesen der Zukunft im Internet aussehen.
Eine Community die Bankgeschäfte betreibt oder zumindest mitgestaltet.
Ist das nur eine Marketingstrategie oder wirklich ein Ansatz von dem die Kunden profitieren können.
Sparen und Kredit das sind die zwei Hauptbereiche die es zur Zeit auf der Webseite gibt.
Unter dem Stichwort “Traum-Zins-Sparen” werden Festgelder mit 3, 6 und 12 Monaten Laufzeit angeboten.
Die Konditionen 2,25 Prozent für 3 Monate, 2,5 Prozent für 6 Monate und 2,75 Prozent für 12 Monate Laufzeit.
Mit dem Bonus den man zusätzlich bekommt ergibt sich eine interessante Rendite, besonders für das Rechenbeispiel mit 5000 Euro.
“Gemeinsam weniger bezahlen”
Das ist das Motto mit dem für den Bereich Kredit geworben wird.
Bisher wird lediglich der “LV Sofort Kredit” angeboten.
Der Autokredit und der Wunsch Kredit sind noch nicht freigeschaltet, obwohl es einen Hinweis gibt das es dieses Angebot im Mai geben soll.
Der LV Sofort Kredit kommt mit folgenden Konditionen:
* Bester Zinssatz: nur 5,69 % bis 5,85 % effektiver Jahreszins – Sie entscheiden!
* Maximaler Auszahlungsbetrag: 100 % des aktuellen Rückkaufwertes.
* Mehr Liquidität: Trotz Beleihung jederzeit beitragsfrei stellen.
* Tilgungsfreiheit: Tilgung jederzeit möglich – sie können auch nur die Zinsen zahlen!
* Versicherungsschutz: Ihr Vertrag besteht weiterhin, der Todesfallschutz bleibt erhalten.
* Keine Schufa-Abfrage!
* Auch fondsgebundene Lebensversicherungen werden beliehen.
* Fair: Kreditausfallversicherung nur auf Ihren Wunsch!
* Ideale Lösung für Selbständige und Freiberufler!
Die Bank-Community ist eine gute Idee, ob sie das Bankwesen revolutioniert wird aber erst die Zukunft zeigen. Mit dem Bonussystem von dem die Mitglieder profitieren ist schon eine gute und auch für die Fidor AG günstige Werbung.
Andere Banken lassen sie den Gewinn von Neukunden deutlich mehr kosten.
Die Commerzbank hatte zum Beispiel für eine Eröffnung des kostenlosen Girokontos eine Prämie von 50 Euro draufgepackt.

Banken dürfen Schrottanleihen selber bewerten
So einfach erledigen sich die Abschreibungen der Banken.
Die für die Rechnungslegungsstandards zuständige Organisation FASB kündigte am Donnerstag an, ihre Regeln zu ändern und den Finanzinstituten mehr Flexibilität bei der Bewertung von Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen.
Die neuen Regelungen erlauben, dass Banken für Papiere, für die es keinen Markt mehr gibt, eigene Modelle zur Berechnung der Preise heranziehen dürfen.
Damit müssen US-Banken nun voraussichtlich deutlich weniger Abschreibungen vornehmen, was ihre in den vergangenen Monaten unter Druck gekommene Kapitaldecke stark entlasten dürfte.
Die Entscheidung des Financial Accounting Standards Board (FASB) kommt einem Aus für das erst seit kurzem geltende Regelwerk “markt-to-market” gleich. Dieses sieht vor, dass Banken Wertpapiere zu einem bestimmten Stichtag mit ihrem Marktpreis bewerten müssen.
Ob dies dazu beiträgt wieder Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Banken und damit einen funktionierenden Kreditmarkt zu bringen sei ma dahin gestellt.
Die Börsenteilnehmer finden es jedenfalls gut wie die heutigen Kurse an der Wallstreet zeigen.
