Spekulanten setzen auf Knoblauch

November 28, 2009 by · Kommentare deaktiviert
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Die Schweinegrippe lässt in China die Preise für Knoblauch explodieren.


Zur Zeit wird auf den Märkten in China der Knoblauch zum vierzigfachen Preis des Vorjahres verkauft.
Hauptgrund für den Run auf die Knolle ist, dass dem Knoblauch magische Kräfte nachgesagt werden.

Noch ein Grund ist, dass „Da Suan“, wie Knoblauch auf Chinesisch genannt wird, die Spekulanten im Reich der Mitte anzieht.
Schuld daran sind seit März horrende Preissprünge für die alte Kulturpflanze.
Eigentlich müsste Knoblauch in China spottbillig sein, da China mit über elf Millionen Tonnen Knoblauch pro Jahr bisher fast 80 Prozent der Weltnachfrage erntet und die Auslandsmärkte damit überschwemmte.
Seit es jedoch heißt, dass der tägliche Biss in eine Knoblauchzehe auch gegen die grassierende Schweinegrippe hilft, schnellte die landeseigene Nachfrage nach oben.

Das allein erklärt jedoch nicht, warum die weißen Knollen dieses Jahr bis zu 40mal teurer wurden als 2008 (ca. 90 Cent pro Kilo).
Die zunehmende Nachfrage fällt mit einer Verknappung des Angebots zusammen.

Chinas Finanzzeitung „Guoji Jinrongbao“ fand gestern einen weiteren Grund:
Schlaue Investoren aus Dongbei, Wenzhou und Shanxi hatten für umgerechnet 30 Millionen Euro Teile der Ernte aufgekauft,
als sie noch 30 Cents pro Kilo kostete. Jetzt werfen sie sie mit Gewinn auf den Markt.
Vampire mögen den deftigen Rohstoff nicht. Spekulanten aber können nicht genug davon kriegen.

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