Down Jones
Diese Woche hatte es in sich.
Nicht nur Aktienbesitzer auch viele Trader sind bei diesen starken Kursbewegungen ins Schwitzen gekommen.
Das kleine Griechenland schickt den Dow Jones auf eine historische Talfahrt.
Von knap 11200 Punkten ging es bis zum Wochenende auf 10360 Punkte abwärts.
Dazu kam am Donnerstag noch ein Kurssturz beim Dow Jones von fast 1000 Punkten,
für den angeblich ein Händler der Citi verantwortlich sein soll.
Kaum zu glauben, dass die heutigen Handelssysteme nicht gegen solche irrtümlichen Falscheingaben geschützt sein sollen.
Dank meines DSL-Anbieters 1und1 wurde mein Nervenkostüm durch die kräftigen Kursbewegungen an den Börsen wenig belastet.
Seit Wochen kommt es immer wieder zu Aussetzern bei meinem Anschluss, ab Wochenmitte war er dann fast vollständig unterbrochen.
Dadurch musste ich mir das Euro-Desaster aus der Ferne betrachten.
Sicher konnte man in dieser Woche mit der richtiggen Strategie richtig Geld verdienen, allerdings auch verlieren.
Und ich denke schon, dass ich mich in mancher Situation an einem Call versucht hätte und einige Verluste hätte verbuchen müssen.
Denn obwohl die Börsen in dieser Woche eigentlich nur eine Richtung kannten, war es auch nötig die richtigen Scheine, mit dem richtigen Knock-Out-Level, zu kaufen.
Mittlerweile funktioniert der DSL-Anschluss wieder und ich kann hoffentlich nächste Woche mein Glück versuchen.
Allerdings ist auch nächste Woche die Richtung ungewiss.
Charttechnisch wurde viel Prozelan zerschlagen, von dieser Seite sieht es nach einer weitern Abwärtsbewegung aus.
Ob das von den Politikern abgesegnete Kreditpaket aus Deutschland den Euro stabilisieren kann wir dvon vielen “Börsenexperten” angezweifelt. Viele erwarten einen weiteren Angriff auf die Stabilität des Euro.
Die nächste Börsenwoche wird auf jeden Fall wieder ordentliche Kursbewegungen bringen, sowohl an den Aktienbörsen als auch in den Währungen.
Ich werde, wenn ich denn einsteige, meine gehandelten Stückzahlen deutlich nach unten fahren um das Verlustrisiko etwas zu begrenzen.
Ein Tag zum Geld verdienen
Ein wundererbarer Tag um mit Daytrading Geld zu verdienen.
Allerdings nur für Fulltime-Trader, die den ganzen Tag mit dem Finger auf den Tasten den Markt beobachten.
Für die Trader im Nebenjob können diese Tage recht teuer werden.
Wer hier die Stops an den falschen Marken setzt, für den kann so ein Tag ein wahres Disaster werden.
Der Trader wird mit einem ordentlichen Verlust ausgestoppt und kann dann zusehen wie der Markt wieder dreht.
Ich habe heute meine Nerven geschont und lieber auf eventuelle Gewinne verzichtet.
Diese starken Bewegungen lassen sich wunderbar beobachten wenn man selbst nicht am Markt ist.
Die Griechen und jetzt auch die Spanier und natürlich auch die Ratingagenturen wirbeln den Markt wunderbar durcheinander.
Darauf, dass es nicht bei Griechenland bleiben wird und sich Spanien als nächster Kandidat anbieten könnte hatte ich ja schon vor über einer Woche hingwiesen.
Wenn man das mit dem Timing immer so wüsste, wäre man ein gemachter Mann.
Sehr schön finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass bei dem ursprünglich geplanten Hilfspaket für Griechenland, Spanien von den knapp 34 Millarden fast 4 Milliarden beisteuern soll.
Wird Griechenland gesundgeredet ?
Ich finde es schon etwas auffällig wie sicher sich unsere Wirtschaftsfachleute und Politiker sind, dass es den Griechen schon gelingen wird aus der Misere zu kommen.
Hier mal die Headlines, die in den letzten Stunden und Tagen so über die Ticker gingen.:
Risikoaufschläge bei Griechenland-Anleihen dürften sinken
Finischer Finanzminister:
“Erwarte, dass die Risikoaufschläge auf griechische Staatsanleihen schrittweise sinken. Erwarte nicht, dass Spanien und Portugal ähnliche Probleme bekommen wie Griechenland.”
Schäuble: Glauben noch immer, dass Griechenland auf richtigem Weg ist und am Ende vielleicht keine Hilfe benötigt.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble:
Sieht noch Chancen dafür, dass Griechenland auch ohne Finanzspritzen der anderen Euroländer auskommt. “Noch immer glauben wir, dass die Griechen auf dem richtigen Weg sind und dass sie am Ende vielleicht gar nicht die Hilfe in Anspruch nehmen müssen”
Nowotny (EZB) – Kein Zweifel an deutscher Unterstützung für Griechenland-Hilfen
Juncker – Griechenland hat keine Hilfe beantragt
(Reuters) – Griechenlands Bitte um Beratungen mit dem Internationalen Währungsfonds über ein Begleitprogramm zu möglichen Finanzhilfen war nach Aussage von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker noch kein Hilfsantrag. “Ich kann betonen, Griechenland hat nicht um Hilfe gebeten”, sagte Juncker am Freitag nach dem informellen Treffen der Eurogruppe in Madrid.
Italiens Notenbankchef Mario Draghi:
“Bin weiterhin ganz zuversichtlich, was Griechenland angeht. Griechenland muss derzeitige Unsicherheit aber durchstehen.
Bei diesen Aussagen muss doch allen klar sein, Griechenland hat fast keine Finanzprobleme und es besteht keine Gefahr für den Euro.
Wenn wir unseren Politikern nicht mehr glauben können, wem dann ?
Das Jahr des Dollar
Wird 2010 das Jahr des Dollar ?
Die Optimisten unter den Volkswirten sind sich einig “2010 wird ein super Jahr“.
Die Devisenprofis sind sich einig , dass der Dollar zum Jahresende, trotz aller Unsicherheiten, sehr gut dastehen wird.
Denn während im letzten Jahr noch die Regel galt: Geht es aufwärts mit der Weltwirtschaft, stärkt das den Euro, bei anders gearteten Nachrichten gingen die Anleger lieber in den Dollar.
Doch das wird sich dieses Jahr ändern.
Der Dollar wird weiterhin profitieren, unerheblich ist dabei wie sich die Weltkonjunktur entwickeln wird.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine sich stabilisierende Konjunktur zuerst in Amerika greift.
Das heißt wird die Weltwirtschaft wirklich booomen werden wir den Aufschwung zunächst in Amerika sehen, was zu steigenden Zinsen und einem stärkeren Dollar führen wird.
Ist das Gegenteil der Fall, kehrt die Unsicherheit an die Märkte zurück, werden die Anleger in den Dollar flüchten.
Neben diesen globalen Daten kommen noch die Sorgen um die Suedeuropäischen Eurostaaten hinzu.
Griechenland, Spanien, Portugal und Italien vermelden explodierende Haushaltsdefizite und weiter steigende Arbeitslosigkeit.
Gleichzeitig halten viele Devisenexperten den den Euro seit langem als überwertet.
Die Volkswirte der DekaBank nennen als fairen Wert für den Euro eine Marke von 1,25 Dollar.
Nicht übersehen solle man dabei, dass der Euro nicht erst seit Jahresbeginn auf Talfahrt ist.
In den letzten drei Monaten hat der Euro gegen den US-Dollar bereits über 8 Prozent an Wert verloren.
Eine Größenordnung die für den Devisenmarkt schon beachtlich ist.
Die Hedgefonds wollen auch verdienen
Auf diesen Zug sind natürlich auch die Hedgefonds aufgesprungen und drücken den Euro zusätzlich. Read more


