Realeinkommen
Die für das Nachrichten-Trading interessanteste Zahl wird heute um 14.30 Uhr veröffentlicht, das Realeinkommen der Amerikaner.
Ein Einkommen unter den Erwartungen wird weiter für Abgabedruck sorgen, da bekanntlich der Konsum in Amerika die wichtigste Komponente für die Wirtschaft ist.
Gefährlich für den Einstieg um 14:30 ist aber, dass mehrere Daten zu dieser Zeit veröffentlicht werden, die wiedersprüchliche Aussagen liefern können.
Neben den Realeinkommen wird noch die Leistungsbilanz für das 1. Quartal und die Steigerung der Verbraucherpreise Mai veröffentlicht.
Daher gilt es die Stopps nicht zu eng zu legen, mehrer Zahlen können auch immer zu kurzfristigen kleineren Ausschlägen führen, die einen dann auf der falschen Seite einstoppen.
Wem die DAX-Entwicklung für den Rest der Woche zu langweilig erscheint, sollte sich mal nach Hebelprodukten von Porsche und VW umsehen.
Hier erwartet man aufgrund des Optionsverfalltages am Freitag deutliche Bewegungen in beiden Titeln.
Leider habe ich keine Glaskugel zur Hand, die mir sagt in welche Richtung die Bewegung gehen wird.
Fonds wollen Porsche verklagen
Porsche soll weiterhin Schuld an den extremen Aufwärtsbewegungen der VW-Aktie im vergangenen Jahr sein.
Mehrere Hedg-Fonds prüfen zur Zeit ob sie Klage gegen den Autobauer einreichen.
Die Investoren werfen dem Sportwagenbauer vor, Kursausschläge bei der VW-Aktie provoziert zu haben, durch die die Fonds vergangenes Jahr hohe Milliardenbeträge verloren haben. Neben den Fonds prüfen dem Bericht zufolge auch Familienunternehmen, die auf die VW-Aktie spekulierten, mögliche Schadensersatzansprüche.
Sicherlich ist Porsche nicht unschuldig an den extremen Kursausschlägen bei VW, ob sie aber für Verluste verantworlich gemacht werden können die dadurch entstanden sind, dass auf fallende Kurse spekuliert wurde ?
Porsche verdient Millionen mit Optionen
392 Millionen Euro hat Porsche im vergangenen Jahr mit Optionsgeschäften verdient. Das Geld wurde nicht nur mit den schon bekannten Optionen auf VW verdient, sondern es wurden auch Optionen anderer DAX-Titel gehandelt.
Porsche stehen schon länger in der Kritik, sich nicht wie ein Autobauer sondern wie ein Hedge-Fonds zu geben.
Im Geschäftsjahr 2007/2008 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 8,6 Mrd. Euro. Davon kam nur 1 Mrd. Euro aus dem Autogeschäft, der Rest überwiegend aus Wertpapiergeschäften.
Mit diesen Einnahmequellen kann Porsche die Absatzkrise in der Automobilbranche natürlich gut überstehen.
Gleichzeitig wird das Papier damit selbst zum gefährlichen Spekulationsobjekt.
Was ist wenn die eingegangenen Spekulationen sich als Fehlspekulation erweisen ?
Auch einem Herrn Merkle mit einem riesigen Firmenimperium wurde seine Gier nach immer größeren Gewinnen letzendlich zum Verhängnis.
