Banken verdienen Milliarden mit Überziehungszinsen
Banken in den USA verdienen einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr 38,5 Milliarden Dollar mit Gebühren für
Viele Banken haben demnach ihre Gebühren in dem Bereich für Kreditkarten erhöht, um ihre Gewinnspannen zu erweitern.
Im Durchschnitt ist die Überziehungsgebühr dieses Jahr um einen Dollar auf 26 Dollar gestiegen.
Die Kreditkartenbranche war zuletzt heftig in die Kritik geraten, weil sie einerseits vom Staat finanziell gestützt wird, ihre Kunden aber zunehmend durch hohe Gebühren und Zinsen unter Druck geraten.
Ein ab Februar 2010 geltendes Gesetz soll den Instituten künftig schlagartige Zinserhöhungen sowie die Erhebung versteckter Gebühren verbieten.
Auch die deutschen Banken dürften in diesem Bereich gut verdienen, weniger mit den Kreditkarten, sondern mehr mit dem in Deutschland üblichen Dispositionskrediten.
Während der Euribor für Tagesgeld, um die 0,25 pendelt, liegen die Zinsen für einen Dispositionskredit bei ca. 13 Prozent, hinzu kommt noch ein Aufschlag wenn das Kreditlimit überschritten wird.
Angesichts der Kurzabeiterzahlen in Deutschland werden viele Arbeitnehmer ihren Dispositionskredit kräftig ausschöpfen.
4 Prozent bei der Daimlerbank
4 Prozent Zinsen zahlt die Mercedes-Benz Bank zur Zeit für das Tagesgeld. Das ist deutlich mehr als andere deutsche Banken für Tagesgeld bezahlen.
Aufgrund des hohen Zinsatzes und des Vertrauens, dass die Anleger in eine deutsche Autobank haben hat sich enorme Liquidität angesammelt.
Insgesamt 10 Milliarden Euro an Einlagen hat die Bank gesammelt.
Dazu hat die Mercedes-Bank auch ein neues Geschäftsmodell entwickelt.
Während andere Autohersteller Milliarden brauchen um vielleicht zu überleben, legt die Mercedes-Bank ihr vorhandene Liquidität angeblich für 2 Prozent bei der Europäischen Zentralbank an, während die Mutter sechs bis sieben Prozent Zinsen am Kapitalmarkt bezahlen muss.
Das wird ein Super-Geschäft – 4 Prozent bezahlen und 2 Prozent bekommen.
Obwohl – für einige Banken wäre es sicher besser gewesen solche Geschäfte abzuschließen, dann wären die Verluste geringer ausgefallen als bei den Geschäften die sie tatsächlich getätigt haben.
Tagesgeld der Norisbank
Irritation um Tagesgeldzins
Regelmäßig sorgt die Norisbank, die inzwischen zur Deutschen Bank gehört, für Aufsehen mit Topkonditionen bei Festzins und Tagesgeld. Spektakulär waren die 4,75% für täglich verfügbares Geld, die das Institut am 17.11. einführte.
Bis zu 50.000 Euro konnten Neu- und Bestandskunden einzahlen. Jedem Sparer, der abschloss, wurde diese Kondition bis zum 31.3.2009 garantiert. Vor dem Hintergrund eines mittlerweile auf 2,5% abgesenkten Leitzinses ist dieses Angebot geradezu sensationell. Wenige Tage vor der für kommenden Donnerstag erwarteten erneut deutlichen Senkung des Referenzzinssatzes durch die Europäische Zentralbank wurde den Norisbank-Oberen die Sache wohl doch ein bisschen zu heiß. Jedenfalls wurde der Zinssatz am 7.1. sozusagen über Nacht auf nur noch 3,75% reduziert. Sogar die Callcenter-Mitarbeiter waren überrascht. Noch Tage zuvor hatten sie interessierten Kunden versichert, dass der Zinssatz jedem, der bis zum 31.3.2009 abschließt, angeboten werde. Inzwischen wurde diese Zusage kassiert. Nur noch die, die vor dem 7.1. den Antrag gestellt haben, können noch mit dem Rekordsatz von 4,75% kalkulieren.
7 Prozent auf Tagesgeld
Diese Werbung für Tagesgeld ist mir auf der Seite der Financial Times ins Auge gesprungen.
Da die Werbung für Geldanlagen nicht billig ist, frage ich mich wer hier Geld zum Fenster raus schmeißt.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass im Moment jemand sein Geld einem Finanzinstitut anvertraut, dass bereit ist 7 Prozent Zinsen zu zahlen.
Nach einem Klick auf den Werbelink öffnete sich aber eine Seite mit dem Vergleich zahlreicher Angebote von Tagesgeldern. Von 7 Prozent war aber nichts zu sehen.
Das Beste bzw. das Angebot mit dem höchsten Zinssatz für Tagesgeld ist das Angebot der Netbank, sie bietet 5,1 % Zinsen gefolgt von der Direktbank der Frankfurter Sparkasse und da ist unsere Geld sicher angelegt, denn dafür garantiert ja die Frau Merkel.
Für mich stellt sich bei dieser Werbung aber auch die Frage, ob hier ein Rechtsanwalt auch Geld verdienen kann.
7 Prozent Zinsen in der Werbung versprechen und dann nur 5,1 Prozent Zinsen bieten ist doch sicherlich nicht ganz koscher.
