Termine zum Geld verdienen
Heute um 16:00 Uhr kommen Zahlen aus Amerika, die zu einigen Kursreaktionen an den Aktienmärkten führen können.
Eine gute Gelegenheit für Nachrichtentrader einige Euros zu verdienen.
Es ist keine Frage ob die Zahlen gut oder schlecht ausfallen, sondern nurr ob sie so schlecht wie erwartet oder noch schlechter ausfallen.
Interessant wird auch sein, zu sehen ob schlechte Zahlen wirklich noch Auswirkungen auf die Börsenkurse haben.
Um 16:00 werden folgende Zahlen veröffentlicht:
- US/ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Dezember
PROGNOSE: 36,8 Punkte
zuvor: 37,3 Punkte
- Auftragseingang Industrie November
PROGNOSE: -2,2% gg Vm
zuvor: -5,1% gg Vm
- US/Ausstehende Hausverkäufe November
PROGNOSE: -1,0% gg Vm
zuvor: -0,7% gg Vm
Sparschweine werden der Renner
Das Sparschwein erlebt einen Aufschwung in den USA.
Natürlich, denn die Leute wollten unbedingt ihr Geld zusammenhalten, ist die Aussage einer Verkäuferin von Homebody, einem Geschenkartikelladen in Washington.
Das Geldschwein als Symbol für Sparsamkeit dränge sich heutzutage eben geradezu auf als Geschenk. Das bestätigt auch die Inhaberin von Kikkerland Design in New York ” Spardosen werden wirklich sehr gut verkauft”.
Bei Amazon.com schnellte unterdessen die Nachfrage nach Kleintresoren in die Höhe. Eine Marke sei von Verkaufsrang 2755 auf 260 vorgerückt.
Neben dem von Händlern konstatierten Boom für Spardosen und Safes sprechen auch die harten Zahlen für die neue Sparsamkeit der Amerikaner: Im November legten sie im Schnitt 2,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante, im April waren es noch null Prozent.
Eine zu große Sparsamkeit der Verbraucher ist aber bekanntlich Gift für die Konjunktur. Die Experten denken noch mit Schrecken an die Marke von 11,2 Prozent zurück, die die US-Sparquote im Jahr 1982 nach zwei schmerzhaften Rezessionen hintereinander erreichte.
In Deutschland haben wir nach Angaben der Bundesbank mit 11,4 Prozent im September dieses Niveau längst erreicht.
Und die Tendenz ist steigend: Für das Jahr 2009 erwartet die Bundesbank rund zwölf Prozent.
Was haben die USA und Simbabwe gemeinsam ?
Bisher noch nicht viel, außer das sich beide in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte befinden.
Allerdings kann es sein, dass sich demnächst noch mehr Gemeinsamkeiten ergeben.
Fast alle Experten sind sich einig, ein Grund für die Weltwirtschaftkrise 1930 war, dass die Zentralbanken die Geldmenge deutlich reduzierten.
Aus diesem Fehler haben wir angeblich gelernt.
Das bedeutet aber nicht, dass mit einer Ausweitung der Geldmenge und einer horrenden Erhöhung der Staatsausgaben die Krise schnell bewältigt wird.
Letztlich ist diese, wie auch die Krise von 1930 dadurch entstanden, dass deutlich zuviel Liquidität auf dem Markt war und das Kapital versucht hat lukrative Investments zu finden.
Also treiben wir jetzt den Teufel it dem Beelzebub aus.
Insbesondere da auch die USA nicht aus der Stärke heraus operieren sondern aus der Not.
Die vorgesehenen Staatshilfen, die mittlerweile in die Billionen gehen müssen auch finanziert werden, der Staat muss Schulden machen und dafür Zinsen bezahlen.
Zinsen zahlen, zu einer Zeit in der die Steuereinnahmen drastisch sinken.
Die Lösung wird sein, dass sie USA Unsummen von langfristigen Verbindlichkeiten zu den jetzt niedrigen Zinssätzen aufnehmen wird und anschließend die Gelddruckmaschinen anwerfen.
Langfristig ist auch das Gift für die Wirtschaft und dafür muss man nicht weit in der Geschichte zurückblicken.
Ein Blick nach Afrika genügt, zum Beispiel nach Simbabwe. Die Wirtschaft des einstigen Modellstaates liegt am Boden.
Die Inflation beträgt 231.000.000 Prozent und der Finanzminister Samuel Mumbengegwi kündigte an, dass demnächst eine 200 Millionen Dollarnote in Umlauf gebracht wird.
Scheine mit einem Nominalwert von 10, 50 und 100 Millionen Dollar sind bereits im Umlauf.
Keine Kaufzurückhaltung bei Online-Shops
Bei den Bestellungen über das Internet ist bisher von Krise nichts zu spüren.
Der IT-Branchenverband Bitkom hat eine Studie veröffentlicht, derzufolge 10,5 Millionen deutsche Konsumenten ihre Geschenke über das Internet besorgen wollen.
Entgegen dem Trend im Einzelhandel legt der Onlinehandel damit deutlich zu.
2008 sollen die Gesamtumsätze laut aktueller Prognose des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels erstmals 20 Mrd. Euro erreichen.
Für 2009 prognostiziert der Verband Umsätze von 21,9 Mrd. Euro.
In den USA sieht es etwas anders aus.
So gibt es in den USA im Gegensatz zu Deutschland Anzeichen für ein Abflachen der Online-Ausgaben.
Da hilft auch kein Black Friday oder Cyber Monday.
