Wulff sieht steigende Zinsen
Werden die Zinsen steigen oder bleiben sie noch lange, wie von der EZB und FED angesagt, auf historisch niedrigen Niveau.
Einer scheint daran zu glauben, dass die Zinsen steigen.
Es ist unser Bundespräsident Christian Wulff.
Wulff hat, nach den bisher wenig befridiegenden Aussagen, eine Anwaltskanzlei beauftragt, eine zusammenfassende Stellungnahme zu den Medienanfragen abzugeben.
Dabei wird auch nochmals auf das Darlehen eingegangen, dass er von der BW-Bank zu überraschend günstigen Konditionen erhalten hat.
“Zinssatz für den rollierenden Geldmarktkredit orientierte sich wie üblich am Euribor-Zinssatz zuzüglich Aufschlag und betrug zuletzt 2,1 %.
Es war von vornherein beabsichtigt, diesen kurzfristig rollierenden Geldmarktkredit durch ein langfristiges Tilgungsdarlehen abzulösen, um auf diese Weise Zinssicherheit zu erhalten und das Risiko einer steigenden Zinsbelastung zu vermeiden.”
Dann kam das 4. Quartal 2011 und Wulff wagte einen Blick in die Glaskugel, denn jetzt war scheinbar die Zeit der Risiken steigender Zinsen gekommen.
“Im vierten Quartal des Jahres 2011 traf Herr Wulff mit der BW-Bank die Entscheidung, den rollierenden Geldmarktkredit im Hinblick auf die zu erwartende Zinsentwicklung in ein Hypothekenbankdarlehen umzustellen. Die Einigung zwischen der BW-Bank und Herrn Wulff über den langfristigen Zinssatz und die übrigen Kreditkonditionen erfolgte am 25. November 2011.”
Also ein ganz klare Aussage unseres Bundespräsidenten, die Hypothekenzinsen werden in nächster Zeit steigen.
Wir werden sehen ob Christian Wulff einen guten Riecher oder aber einen guten Finanzberater hat.
Goldbullen danken Bernanke
Ben Bernanke hat heute vor dem National Press Club gesprochen, um 13:30 Uhr New Yorker Zeit hatte er seine Rede beendet und der Goldpreis sprang kräftig an.
Die Trader, die auf einen steigenden Goldkurs setzen werden ihm danken, nachdem der Goldpreis schon einige Zeit bröckelte.
FED setzt weiter auf niedrige Zinsen
Auslöser der Preissprungs war wohl die Äußerung, dass sich die FED keine Sorgen um die Inflation mache und die Zinsen weiter niedrig bleiben werden. Dem Goldpreis nach zu urteilen sehen das einige Investoren anders, kein Wunder wenn man sich die Rede näher betrachtet.
Die die Notenbank hält weitere Unterstützung der Wirtschaft für notwendig.
Die hohe Arbeitslosigkeit bleibt weiter ein Problem.
Bis die Arbeitslosenquote wieder auf normales Niveau gesunken sei, werde es aber noch Jahre dauern.
Ein anziehendes Kreditgeschäft der Banken ist ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft 2011 etwas stärker wächst.
Auch die höheren Verbraucherausgaben sind ein positives Zeichen.
Also alles wird gut und trotzdem sollen die Zinsen niedrig bleien, kein Wunder, dass sich da bei einigen Anlegern Inflationssorgen breit machen und sie lieber ihr Geld in Gold statt in Dollar anlegen.
Die Fed und die Zinsen
Die US-Notenbank Federal Reserve schließt eine Ausdehnung ihrer Nullzinspolitik nicht aus.
Der “längere Zeitraum” sehr niedriger Zinsen könnte ausgeweitet werden,
sollte sich der wirtschaftliche Ausblick verschlechtern oder der Inflationstrend weiter nach unten gehen.
Dies schließe jedoch nicht eine umgehende Straffung der Geldpolitik aus, falls dies nötig werden sollte.
Einige Fed-Vertreter glauben aber, dass die Risiken einer frühen Zinsanhebung die Gefahren eines zu langen Wartens übersteigen.
Der Chef der Fed von Kansas City, Thomas Hoenig, war das einzige Mitglied des Offenmarktausschusses, das Bedenken über die Formulierung “längerer Zeitraum” äußerte.
Anders äußerte sich auch der Präsident der Fed von Richmond, Jeffrey Lacker, gegenüber dem Fernsehsender CNBC.
Die US-Notenbank sei möglicherweise zu zurückhaltend bei ihrer Zinspolitik.
Das Risiko ist zuletzt etwas gestiegen, dass die Fed mit der Anhebung der Zinsen zu lange warten könnte, sagte Lacker.
“Ich werde das sehr aufmerksam verfolgen.”
Zinsen hin, Zinsen her – ich bin der Meinung, dass sich der DOW diese Woche mit der 11.000 Marke schwer tun wird.
Zinsen bleiben auf Dauer niedrig
Dieser Meinung ist jedenfalls die FED.
Was die FED noch meint:
– Die Zinsen sollten für eine lange Zeit niedrig bleiben angesichts der Erwartung eines langsamen Aufschwungs und einer gedämpften Inflation.
– Vorliegende Daten und Berichte weisen auf Ende des Abschwungs hin, Wachstum wird im zweiten Halbjahr erwartet.
– Die Mehrheit erwartet nur eine langsame wirtschaftliche Erholung.
– Die Entwicklung an den Finanzmärkten wird grundsätzlich positiv bewertet, aber viele Märkte bleiben noch unter Druck.
– Die Konsumausgaben stabilisieren sich
– Die Lage am Arbeitsmarkt gibt weiter Anlass zur Sorge.
– Der Häusermarkt zeigt Zeichen der Stabilisierung.
– Die Sparquote bleibt weiter eine Quelle der Unsicherheit.
Niedrige Zinsen sind ja grundsätzlich günstig für den Aktienmarkt.
Wenn die Zinsen aber auf Dauer niedrig bleiben, weil die Wirtschaft nicht in Fahrt kommt, muss man überlegen welches Investment das Richtige ist.
Den Aufzeichnungen zufolge diskutierten die Notenbanker bei ihrem Treffen im August auch darüber, Hypotheken mit flexibler Verzinsung in das Fed-Ankaufprogramm aufzunehmen.
Die Fed hat im Kampf gegen die schwerste Rezession seit den 30er Jahren in beispielsloser Weise den Zins gesenkt und kauft Wertpapiere im Gesamtwert von mehr als einer Billion Dollar an, um Liquidität in das angeschlagene Finanzsystem zu schleusen.
De facto druckt sie damit Geld.

