Bitte 1000 Millarden Mr. Obama
Die Gouverneure von fünf US-Bundesstaaten haben den künftigen Präsidenten Barack Obama um Hilfen in Höhe von einer Billion Dollar gebeten.
Die demokratischen Gouverneure von New York, New Jersey, Ohio, Massachusetts und Wisconsin erklärten am Wochenende die Initiative für das Zwei-Jahres-Konjunktur-Paket werde von weiteren Gouverneuren unterstützt und sei bereits mit Obama besprochen.
Bei diesen Zahlen muss man sich fragen:
Wie gefährlich sind Staatsanleihen ?
Bankenpleiten, Rettungspakete, Konjunktureinbrüche, Kursabstürze an der Börse: Die meisten hatten sich das vor einem Jahr nicht vorstellen können.
Um Verluste zu vermeiden, kauften die Ängstlichen deutsche Bundesanleihen und amerikanische Schatzwechsel, nur sicher sollte das Geld sein.
Aber wie sicher ist das Papiergeld wirklich ?
Die Politiker werden immer kühner, wenn es darum geht, Banken, Unternehmen, ja ganze Länder vor der Pleite zu bewahren.
Aus Furcht vor einer tiefen Depression lassen sie nichts unversucht, um der Konjunktur Leben einzuhauchen.
Um das nötige Kapital für ihre Wohltaten aufzubringen, verkauft die US-Regierung Staatsanleihen. Noch werden sie problemlos aufgenommen, trotz Zinsen die nicht der Rede wert sind.
Was aber geschieht, wenn das Vertrauen schwindet, dass diese Anleihen zurückgezahlt werden können ?
Wenn den Anlegern die Zinsen zu niedrig sind ?
Wollen die US-Bürger und die ausländischen Kapiatalgeber dem Staat kein Geld mehr leihen, brechen ihre Kurse ein.
Die Notenbank muss anfangen Geld zu drucken um weiters Geld ausgeben zu können. Das führt zur Inflation und entwertet das Papiergeld.
Den Staat als Schuldner freut das, mit der Geldentwertung schwinden seine Schulden.
Irgendwie wird der Staat versuchen seine Schulden los zu werden oder zumindest zu verringern, die Zentralbanken können sich entweder durch Inflation von den Schulden befreien oder abwarten, bis der Steuerzahler sie saniert.
Die Finanzkrisen der Weltgeschichte zeigen, Bankenkrisen, Zahlungsausfälle und Staatspleiten waren historisch die Regel, nicht die Ausnahme.
Zentralbank am Nullpunkt
Die Fed ist mit ihrer gestrigen Zinssenkung am Nullpunkt angekommen.
Die Reaktionen der Börsen fielen wie erwartet aus.
Die mutigen Trader, die sich gestern long positionierten konnten schöne Gewinne einfahren, die sie hoffentlich auch zügig mitgenommen haben.
Denn – wie ebenfalls erwartet war das Kursfeuerwerk nur von kurzer Dauer.
Mittlerweile ist der DAX schon wieder im Minus.
An der Zinsfront hat die amerikanische Notenbank jetzt ihr Pulver verschossen.
Jetzt wird weiter Geld in den Markt gepumpt werden, doch dass muss ja woher kommen.
Wenn die Tresore leer sind wird es aus der Druckerei kommen müssen.
Bernanke spricht
Fed-Chef Ben Bernanke hat ganz neue Erkentnisse.
- Ben Bernanke: “Wachstum und Finanzmarktstabilität sind Risiken ausgesetzt.”
- Bernanke: “Weitere Fed-Zinssenkungen sind machbar, aber Spielraum ist derzeit begrenzt.”
Stimmt maximal noch ein Prozent. - Bernanke: “Schritte zur Erhöhung der Liquidität bleiben effektiv.”
- Bernanke: “US-Wirtschaft bleibt unter deutlichem Stress, Aktivität hat seit September nachgelassen.”
- Bernanke: “Fed, Finanzministerium und FDIC müssen allesNotwendige tun, um Systemrisiken zu begrenzen.”
- Bernanke: “Dauer der Marktturbulenzen schwer abzuschätzen, Wirtschaft wird einige Zeit schwach bleiben”
Bei diesen Sprüchen kann es doch nicht mehr lange dauern bis die Aktien wieder steigen.
Niedrige Zinsen = steigende Aktienkurse, so war es bisher so wird es bleiben.
7 Prozent auf Tagesgeld
Diese Werbung für Tagesgeld ist mir auf der Seite der Financial Times ins Auge gesprungen.
Da die Werbung für Geldanlagen nicht billig ist, frage ich mich wer hier Geld zum Fenster raus schmeißt.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass im Moment jemand sein Geld einem Finanzinstitut anvertraut, dass bereit ist 7 Prozent Zinsen zu zahlen.
Nach einem Klick auf den Werbelink öffnete sich aber eine Seite mit dem Vergleich zahlreicher Angebote von Tagesgeldern. Von 7 Prozent war aber nichts zu sehen.
Das Beste bzw. das Angebot mit dem höchsten Zinssatz für Tagesgeld ist das Angebot der Netbank, sie bietet 5,1 % Zinsen gefolgt von der Direktbank der Frankfurter Sparkasse und da ist unsere Geld sicher angelegt, denn dafür garantiert ja die Frau Merkel.
Für mich stellt sich bei dieser Werbung aber auch die Frage, ob hier ein Rechtsanwalt auch Geld verdienen kann.
7 Prozent Zinsen in der Werbung versprechen und dann nur 5,1 Prozent Zinsen bieten ist doch sicherlich nicht ganz koscher.
