Unabhängige Finanzberatung wird zunehmen

27. Oktober 2009 von thomas
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Die Kritik an der Qulität der Finanzberatung schlägt zwar hierzulande hohe Wellen, doch ändern tut sich wenig.


Die Finanzkrise hat vielen Anlegern klar gemacht, dass die Anlageberater vor allem an hohen Provisionen interessiert sind und nicht an den Bedürfnissen der Anleger.
Verschiedene aktuelle Studien belegen, dass sich auch mehr als ein Jahr nach dem Beginn der Finanzkrise nicht viel geändert hat.
Auch das Deutsche Institut für Service-Qualität stellt den Beratern hierzulande ein schlechtes Zeugnis aus.
Trotz der Finanzkrise hat sich die Beratung seitens der etablierten Banken nicht verbessert, so das zentrale Ergebnis einer Studie.
Höchste Zeit also, dass sich etwas ändert.
Warum also nicht einen Experten suchen, der auf Provisionen verzichtet und dafür wie ein Rechtsanwalt oder Steuerberater dem Anleger seine Zeit in Rechnung stellt.
Doch auch davon sind wir in Deutchland weit entfernt, den in Deutschland ist bekanntlich “Geiz geil” und wer will schon für etwas bezahlen, dass er anderswo offensichtlich kostenlos bekommt.
“Eine qualifizierte Beratung kostet nun einmal Geld”, dass sollte jedem Anleger klar sein.
Dieter Rauch, Geschäftsführer des Verbundes Deutscher Honorarberater, gibt sich sicher, dass nicht nur immer mehr Berater, sondern auch Anleger die Vorzüge einer Honorarberatung erkennen.
Derzeit beträgt der Marktanteil der Honorarberater hierzulande etwa ein Prozent. “Sieben bis zehn Prozent Marktanteil in den nächsten Jahren sind durchaus drin”, sagt Rauch.

“Die Honorarberatung in Deutschland ist nicht nur ein Trend, sondern wird zukünftig zum strategisch wichtigen Standard werden”, lautet das Fazit einer Studie der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners.
Bis es aber dazu kommt, wird noch einige Zeit vergehen.

Die Beratungsfirma MC4MS sieht diesen Trend nicht kommen:
“Das Modell der Honorarberatung im engeren Sinne, bei dem auch ohne Transaktion eine Beratungsgebühr bezahlt wird, hat derzeit nur eine geringe Marktchance in Deutschland, vor allem nicht außerhalb des Segments der vermögenden Privatkunden.”
Die Bereitschaft, tatsächlich für eine reine Beratungsleistung angemessen zu bezahlen, sei nach wie vor zu gering.
Das sehe ich leider auch so und gerade die Beratungsgebühr ohne Transaktion ist wichtig für eine unabhängige Finanzberatung,
denn nur so kann wirklich eine gute unabhängige Beratung erfolgen.
Das ist auch der Grund warum sogenannte “unabhängige Finanz- und Versicherungsmakler” eben keine wirklich unabhängige Beratung leisten, denn auch sie werden nur bei einem Versicherungsabschluss entlohnt.

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